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Gigathlon hautnah: Erlebnisbericht Cristina Lestander (Swiss Olympians One)

16.07.2015 - 2 Teams of Five der Swiss Olympians haben am 11./12. Juli am Gigathlon teilgenommen. Welche Begeisterung das bei den 10 Swiss Olympians ausgelöst hat, könnt ihr selber nachlesen. CRISTINA LESTANDER und Ueli Sarbach lassen euch teilhaben an ihren Erlebnissen und Gefühlen. Auch das ist Swiss Olymipians-Spirit!

Gleich vorneweg: ich bin ja nun wirklich keine Ausdauersportlerin! Curling, Wasserski, Tennis, Skifahren, Volleyball, Steptanz, Squash, Judo, Reiten – das waren so meine üblichen Aktivitäten. Umso mehr habe ich immer die „zäie Cheibe“ bewundert, die sich im Ausdauerbereich trainieren und messen. Und plötzlich ist es da: der Wunsch, die Einsicht und mit Rücksicht auf das persönliche Time-Management, dass man sich dann doch joggenderweise, auf einem kleinen Hügel mit Bike oder eben im Schwimmbecken wiederfindet, um fit zu bleiben und den Wechseljahren (jaja!) ein wenig zu trotzen. ;-)

Also habe ich es gewagt, mich für ein Team zu melden am Swiss Gigathlon – mit meinen allerliebsten Team-Partnern, grosse Sportler aus mehr oder weniger alten Zeiten. Wohlverstanden, wir waren uns vorher gegenseitig nicht bekannt, aber wer ein Olympia-Feuer im Herzen trägt, wird sich garantiert engagiert einsetzen und seine Teamkameraden unterstützen. Und genau das habe ich als grossartiges Erlebnis empfunden während dieser 3 Tage im Gigathlon-Camp!

Nun stand also Training an im Wasser. Wenige Monate Zeit, um über eine Strecke von je 3 km an 2 Tagen zu crawlen. Ehrlich gesagt, habe ich mich total überschätzt, hatte gedacht, dass ich doch schon einiges gelernt hatte im „Fröschli-„ oder „Goldfischli-Kurs“ von anno dazumal. Das Eine war dann überhaupt 3 km an einem Stück zu schwimmen (ohne kurze Zwischenstops am Bassinrand stets nach 50m), dann noch der Ehrgeiz, wohl nicht als Letzte anzukommen! Ich habe sicher einige Male davon geträumt, dass hinter mir das Bäseböötli mich aufmunternd begleiten wird….

Wettkampftage

Das Feeling im Zelt-Camp und die Tausenden von toptrainierten Athleten rundherum hat mich stark beeindruckt (und viele herrliche Erinnerungen an die Olympia-Tage in Calgary 1988 zurückgebracht)! Unser Team hat von Beginn weg das Gemeinsame gesucht, angefangen von witzigen SMS lange vor dem Wettkampf, dem gemeinsamen Essen, im Zelt übernachten usw. Während dieser 3 Tage sind wohl um die 200 Whatts im Gruppenchat geschrieben und 4-fach gelesen worden. Seriöse Planung und Vorbereitung für die Übergaben, Aufmunterung vor und nach den Einzelrennen….. kurz gesagt: ich bin glücklich und stolz, in einem Dream-Team aufgehoben zu sein und für meine Kollegen alles zu geben.

Der Wettkampf selber lief so gut wie es für mich eben möglich war. Für einen Schlussrang 68 (von über 600) mussten die anderen Teammitglieder in ihrer Topform sorgen. Aber ich wurde nicht Letzte, nicht Zweitletzte. Am zweiten Gigathlon-Tag konnte ich mich sogar ins Mittelfeld reihen, das war mein persönlicher Erfolg, aber dieser ist letztendlich nicht tragend, sondern das Einlaufen im Ziel!

Das alles mit zwei Wermutstropfen: die Schürfwunde von Andi am Bein (Velo) und die Hüftprellung von Felix (auf der Skate-Strecke) mit Spitalbesuch nach dem Rennen. Sie beide haben den Wettkampf „für’s Team“ trotz Verletzung beendet und schliesslich standen wir, mit zwei Krücken bereichert, beim Finisher-Foto – meine ganz persönliche Medaille!!!!

Andi, Petra, Roberto, Felix – Ihr seid die Grössten! Danke für alles!!

Cristina

Swiss Olympians One (Startnummer 1431)

  • Cristina Lestander (Curling 1988) – Schwimmen
  • Petra Frieden-Henzi (MTB 2004 / 2008)  - Laufen
  • Roberto Liberato (Kanu 1992) - MTB
  • Felix Poletti (Skeleton 2002) - Inline
  • Andi Aeschbach (Rad Bahn 1992) - Rad


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