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Nein zu «No Billag»!

07.02.2018 - Eine Annahme der No-Billag-Initiative an der Volksabstimmung vom 4. März 2018 würde dem Schweizer Sport grossen Schaden zufügen.

«Eine Annahme der No-Billag-Initiative wäre das Ende der SRG, wie wir sie heute kennen. Ebenso stünden 34 private Radio- und Fernsehstationen vor dem Aus», sagt Jürg Stahl, Präsident von Swiss Olympic. Dies würde der Vielfalt des Schweizer Sports schaden, so Stahl. «Es gibt nur wenige Länder auf dieser Welt, die in so vielen Sportarten so erfolgreich sind wie die Schweiz. Die SRG ist ein wichtiger Grund dafür, weil sie seit vielen Jahren über mehr als 100 Sportarten tief und breit berichtet und die Schweiz für Sport begeistert.» Private Anbieter würden sich laut Stahl auf wenige, bereits heute stark mediatisierte Sportarten konzentrieren. «Allen anderen Sportarten würde ohne die SRG eine wichtige Plattform fehlen», so Stahl.

Ruedi Kunz, Präsident von SwissTopSport, weist darauf hin, dass viele Schweizer Top-Events jetzt schon ums Überleben kämpfen müssen und auf die TV-Übertragung angewiesen sind. «Weil die Produktion von Sport-Events oft sehr komplex und teuer ist, müssen wir davon ausgehen, dass wir mit einer Annahme der No-Billag-Initiative die SRG und damit auch die Produktion und Übertragung unserer Events verlieren», so Kunz. «Für viele starke Schweizer Sportevents würde eine Annahme der Initiative deshalb dazu führen, dass sie die Segel streichen müssen.»


Auch wir Swiss Olympians sagen ganz klar NEIN zu «NoBillag»!

Die SRG deckt mit ihren Radio- und Fernsehprogrammen die grosse Sportvielfalt der Schweiz ab. In den vergangenen Jahren berichtete sie über rund 100 Sportarten. Dadurch bietet die SRG auch Sportarten mit wenig Medienpräsenz eine Plattform. Für private Anbieter rentiert dies nicht. Der Service public hat die Aufgabe, den Sport in seiner gesamten Breite abzubilden und damit zur Verankerung in der Gesellschaft beizutragen. Mit der Übertragung von Sportveranstaltungen leisten Radio und Fernsehen eine direkte und indirekte Unterstützung für Veranstaltungen, Sportverbände und Sportvereine.

Produktion von Sportevents durch die SRG ist für diese überlebenswichtig

Die SRG produziert viele grosse und auch kleinere Sportveranstaltungen in der Schweiz, von der Tour de Suisse über Athletissima bis zur Lucerne Regatta. Die Produktion durch die SRG ist für diese Events überlebenswichtig, denn keine TV-Präsenz bedeutet weniger Verbreitung und Beachtung, was wiederum zu weniger Einnahmen durch Werbung und Sponsoring führt. Bei der Übertragung von Events legt die SRG den Schwerpunkt auf die Schweizer Sportlerinnen und Sportler, bei nationalen wie internationalen Sportereignissen. Das ist wichtig für die Schweiz, denn unsere «Sportheldinnen» und «Sporthelden» sind Vorbilder für die nächste Generation. Und: Grosse Sportereignisse wecken Emotionen, stiften Identität und verbinden über einzelne Landesteile hinaus.

Fakten

2016 sendete die SRG mit ihren sprachregionalen Sendern SRF, RTS, RSI und RTR mehr als 1300 Stunden live über Sportarten, welche weniger im medialen Fokus stehen. Dazu zählen unter anderem Volleyball, Handball, Unihockey, Basketball, Kunstturnen, Triathlon, Schwimmen, Motocross, Leichtathletik, Biathlon, Reiten usw. Mit der TV-Sportberichterstattung lässt sich in der Schweiz kein Geld verdienen, denn Sport ist aufwendig und komplex in der Produktion. Durchschnittlich decken bei der SRG Werbung und Sponsoring nur 10 bis 20 Prozent der Vollkosten für Rechte, Produktion und Ausstrahlung ab. Die SRG produziert durchschnittlich ca. 700 Wettkämpfe im Jahr, das sind zwei Wettkämpfe pro Tag.

Beispiele von Produktionen:

  • An der Tour de Suisse stehen während neun Tagen über 70 Personen, zehn Kameras, zwei Helikopter und ein Flugzeug im Einsatz, um attraktive Bilder zu zeigen. Mehr als 1500 Kilometer werden dabei zurückgelegt und die Infrastruktur täglich neu auf- und abgebaut. Im Radsport lassen sich die Vollkosten lediglich mit 4 Prozent durch kommerzielle Einnahmen refinanzieren.
  • Die Produktion der Lauberhornrennen erfordert total 34 Kameras. Insgesamt muss jährlich Material von über 10 Tonnen nach Wengen transportiert werden.
  • Die SRG produziert regelmässig kleinere Events wie die Lucerne Regatta, das Beach Volleyball Turnier in Gstaad, die Unihockey Superfinals oder das CSIO St. Gallen und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die bunte Sportlandschaft in der Schweiz.



9 Kommentare

No Billag: Die Sprachregionen und die Neben-Sportarten wären die Verlierer !!
Nur die mächtigen existieren. Vielfalt ist nicht mehr vorhanden und der Markt wäre wie wenn wir
eine Zensur hätten.

16:07:16 14.02.2018 | Bruno Schallberger


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